2021-12-01
Symbolbild

Berichten von NGOs zufolge hat die belarusische Polizei die Wohnungen mehrerer Journalisten und Menschenrechtler*innen im ganzen Land durchsucht. Das Menschenrechtszentrum Viasna teilte in einer Erklärung mit, dass am frühen Morgen des 1. Dezembers eine Reihe von Durchsuchungen stattgefunden habe. In Minsk wurden mindestens 10 Wohnungen durchsucht, wobei Telefone, Flash-Laufwerke und andere Geräte beschlagnahmt wurden. Mehrere Journalist*innen und Aktivist*innen in Minsk, Hrodna, Brest, Wizebsk, Krytschau, Retschyza und Masyr wurden nach den Durchsuchungen kurzzeitig zum Verhör festgenommen.

Die meisten Betroffenen gaben an, die Einzelheiten ihrer Inhaftierung nicht preisgeben zu können, da sie vor rechtlichen Konsequenzen gewarnt wurden. Radio Svaboda zitiert jedoch einen ehemaligen politischen Gefangenen, dass Minsk „nach den Drahtziehern und Finanziers der Proteste sucht“. Diese jüngste Welle von Repressionen markiert eine neue Etappe in der fortgesetzten Niederschlagung der belarusischen Massenmedien und Nichtregierungsorganisationen.