RAZAM e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der aus der belarusischen Diaspora und Demokratiebewegung hervorgegangen ist. Inspiriert von der weltweiten belarusischen Einheit wollen wir:

  1. die Interessen der in Deutschland lebenden Belarus*innen vertreten und schützen;
  2. die belarusische Kultur und Sprache fördern;
  3. eine Plattform für den Austausch mit Menschen in und aus Belarus werden;
  4. mehr Aufmerksamkeit auf Belarus lenken und Aufklärungsarbeit leisten zur Vielschichtigkeit, Geschichte und den herausragenden Persönlichkeiten des Landes;
  5. Belarus zu einem lebenswerten Land machen.

Offiziell wurde RAZAM e.V. am 9. August 2020 gegründet, dem Tag der gefälschten Präsidentschaftswahl in Belarus. Von da an haben wir die politischen Repressionen des Lukaschenka-Regimes nicht nur aufmerksam verfolgt, sondern uns aktiv engagiert, um den Betroffenen zu helfen. Wir umfassen fünf Hilfsinitiativen, für welche wir Spenden sammeln. Mit den finanziellen Mitteln gewährleisten wir dabei unter anderem:

  • • die Organisation von Unterbringungsmöglichkeiten für belarusische Geflüchtete in der Ukraine (zusammen mit unseren Partnerorganisationen „Rodny Kut“ und „Free Belarus Center“)
  • • die Unterstützung politischer Gefangener durch Überweisung von Geld auf das Konto des Inhaftierten. Davon kann die von Repressionen betroffene Person Waren im örtlichen Gefängnisladen erwerben.
  • • den Erwerb von Waren des dringenden Bedarfs sowie die Erstattung juristischer Kosten für belarusische Geflüchtete in Deutschland
  • • die medizinische Rehabilitation von Opfern staatlicher Gewalt (in Zusammenarbeit mit der Menschenrechtsorganisation „Libereco“)
  • • den Erwerb des Infowagens „Botschaft der Freien Republik Belarus in Deutschland“ vor der offiziellen Botschaft der Republik Belarus in Berlin. Dieses Projekt informiert die deutsche Öffentlichkeit über die aktuelle Situation in Belarus und ermöglicht es, Interessierten Postkarten an politische Gefangene zu schreiben.

Doch unsere Aktivitäten beschränken sich nicht nur auf die Sammlung von Spenden. Unsere Mitglieder, die über das komplette Land verteilt sind, betreuen Geflüchtete – und das teilweise vom Zeitpunkt ihrer Ankunft an. Wir helfen mit Übersetzungen, der Kontaktaufnahme mit Behörden und leisten psychische Unterstützung, um zu zeigen, dass die von Repressionen betroffenen Belarusen nicht allein sind.

Aber auch durch die Unterstützung kultureller Projekte, wie die Förderung der Popularisierung der belarusischen Sprache zählt zu den entscheidenden Aufgaben unseres Vereins. Landesweit organisieren unsere Aktivisten Kundgebungen und andere Veranstaltungen, um auf das Unrecht in Belarus aufmerksam zu machen. Wir stehen dabei mit zahlreichen Medien und Vertretern der deutschen Öffentlichkeit in Kontakt, welche wir über das massive Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen des Lukaschenka-Regimes informieren.

So vielfältig unsere Aktivitäten auch sind, so einig sind unsere 270 Vereinsmitglieder darin, dass wir ein freies Belarus sehen wollen, das seine Rolle als vollwertiger und eigenständiger Partner in der großen Familie der europäischen Nationen einnimmt.

https://razam.de/