2021-06-25
Screenshot aus dem Video aus Protasevichs Interview.

Sofia Sapiega und Roman Protasewitsch, die nach der Zwangslandung einer Ryanair-Maschine in Minsk festgenommen wurden, wurden in den Hausarrest überführt. Sie wohnen in verschiedenen Mietwohnungen, die Anklage gegen die jungen Leute wurde nicht fallen gelassen. Sapiega hat die Gelegenheit, sich mit ihren Eltern zu treffen.

Im Untersuchungskomitee von Belarus wurde bemerkt, dass „die Angeklagten ein übereinstimmendes Geständnis ablegen und in Übereinstimmung mit dem Gesetz zuvor einen Antrag auf eine vorprozessuale Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit den Ermittlungen gestellt haben.“

Unterdessen hält die internationale Menschensrechtsorganisation Amnesty International die Unterbringung von Roman Protasewitsch und Sofia Sapiega unter Hausarrest für einen „zynischen Trick“ der belarusischen Behörden, um die Sanktionen aufzuheben.

Wie das Menschenrechtszentrum Viasna darauf aufmerksam macht, gelten Menschen unter Hausarrest noch immer als politische Gefangene. Übrigens ist die Zahl der politischen Gefangenen gestiegen – auf 515 Personen.