2021-10-28

Am 28. Oktober 2021 wurden in Belarus die Webseiten der Deutschen Welle, „Novy Tschas“ und „Nastojaschtschee wremja“ gesperrt. Das Ministerium für Information erklärte, dass die Websites Hyperlinks zu Materialien enthielten, die als extremistisch eingestuft worden sind.

Das Auswärtige Amt habe die Sperrung der DW-Website zur Kenntnis genommen und die belarusischen Behörden um Erklärungen gebeten, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Andrea Sasse, gegenüber „Interfax-West“.

Peter Limburg, CEO des Medienunternehmens Deutsche Welle bezeichnete die Sperrung der DW-Website und anderer Medien in Belarus als Verzweiflungstat der belarusischen Behörden und die Behauptungen der Behörden als lächerlich. „Die Vorwürfe gegen die DW sind absolut lächerlich. Herr Lukaschenko hat gezeigt, dass er im Kampf gegen sein eigenes Volk nichts scheut, um an der Macht zu bleiben. Die aktive Nutzung der Ressourcen unabhängiger Medien zeigt deutlich, dass die Menschen in Belarus den staatlich kontrollierten Medien nicht mehr vertrauen. Wir protestieren gegen die Sperrung unserer Ressourcen, da die Menschen dort ein Recht auf objektive Informationen über die Lage in ihrem Land haben“, betonte der DW-Chef.