2021-08-02
Kryszina Timanouskaja

Das polnische Außenministerium hat der belarusischen Leichtathletin, Kryszina Timanouskaja, die von den Olympischen Spielen suspendiert wurde, Hilfe angeboten. Nach Kritik an der belarusischen Mannschaftsleitung wurde versucht, sie aus Tokio zu entführen. Sie erhielt ein humanitäres Visum für Polen und wird ihre sportliche Karriere in Polen fortsetzen können.

Nach derzeitigem Stand wird Timanouskaja voraussichtlich am 4. August von Tokio nach Warschau fliegen.

Ihr Mann musste Belarus dringend verlassen. In Kiew gab er das erste Interview: „Ich bin schockiert von den Vertretern unseres Teams, wie sie die Athleten unter Druck setzen.“

Die EU betrachtet den Versuch, die Leichtathletin Kryszina Timanouskaja gewaltsam nach Belarus zurückzuschicken, als „ein weiteres Beispiel für die Repression durch das Lukaschenko-Regime“.

Unterdessen hat das Schiedsgericht für Sport einen Antrag von Kryszina Timanouskaja abgelehnt, die Entscheidung des belarusischen Nationalen Olympischen Komitees, sie von den Olympischen Spielen zu suspendieren, aufzuheben.

Global Athlete International fordert das IOC auf, das belarusische Nationale Olympische Komitee im Zusammenhang mit dem Skandal um die Leichtathletin, Kryszina Timanouskaja, sofort zu suspendieren und den Belarus*innen zu erlauben, als neutrale Sportler zu starten.

Kryszina Timanouskaja ist die belarusische Meisterin über 100m und 200m, Siegerin der Universiade 2019 über 200m und Silbermedaillengewinnerin der 2. European Games über 100m.