2022-03-04

Die belarusische Oppositionsanführerin Swetlana Tichanowskaja wandte sich an das ukrainische Volk und den Präsidenten des Landes, Wolodymyr Zelenskij. Sie hielt ihre Rede in der belarusischen Sprache, die dem Ukrainischen sehr ähnlich ist. Sie erläuterte, was die Belarus*innen tun, um sicherzustellen, dass die beiden Nationen immer Verbündete bleiben, und betonte, dass das Regime von Alexander Lukaschenko die Beteiligung von Belarus am Krieg gegen die Ukrainer*innen auf dem Gewissen hat.

„Wir bewundern Sie, liebe Ukrainer*innen und Herr Präsident. Ihr Handeln ist ein Beispiel für die Einigkeit der Staatsführung und der gesamten Nation. Wir Belarus*innen sind gegen das Regime, das bereits einen Teil der Souveränität unseres Landes aufgegeben hat, um Teil der Aggression gegen Ihr Land zu werden“, sagte Tichanowskaja.

Sie betonte, dass in Belarus eine Antikriegsbewegung begonnen habe. In einer Atmosphäre der Angst gingen Zehntausende Belarus*innen auf die Straße, um gegen die totale Säuberung der Zivilgesellschaft und unabhängiger Medien zu protestieren. In zwei Tagen wurden 900 Personen festgenommen, die alle wussten, worauf sie sich einließen.

Außerdem, so Tichanowskaja, beschädigen die Belarus*innen im Lande die Schienen, auf denen die militärische Technik fährt. Ein nationales Korps von Freiwilligen und Militärangehörigen, die sich weigerten, Lukaschenkos kriminelle Befehle zur Teilnahme an den Feindseligkeiten auf ukrainischer Seite auszuführen, wird derzeit gebildet. Belarus*innen in der Ukraine werden zu Freiwilligen und helfen bei der Territorialverteidigung. Belarus*innen im Ausland helfen Flüchtlingen und liefern Ausrüstung und Medikamente.

„Es gibt immer mehr Belarus*innen wie diese, und sie sind Ihre Verbündeten. Jetzt und für immer“, schloss Tichanowskaja ihre rührende Ansprache.