2022-02-28
Kundgebung in Köln. Foto: Libertas Belarus.

Seit Beginn der rusischen Aggression gegen die Ukraine finden jeden Tag Solidaritätsaktionen mit dem ukrainischen Volk auf der ganzen Welt statt. Daran nehmen Vertreter*innen der belarusischen Diaspora aktiv teil.

Der Tag des Referendums in Belarus am 27. Februar 2022 war keine Ausnahme. Da das Lukaschenko-Regime den im Ausland lebenden belarusischen Bürger*innen das Wahlrecht verweigerte, kam es zu Protesten vor den verschlossenen Türen der Botschaften in Frankreich, Großbritannien, Belgien, Litauen, Polen und anderen Ländern. Die Verurteilung der Verwicklung in den Krieg mit der Ukraine, die Unterstützung für politische Gefangene und die Unrechtmäßigkeit der Herrschaft des Lukaschenko-Regimes waren die Hauptthemen der Reden. In Belgien wurde die Aktion zusammen mit Vertreter*innen der Ukraine durchgeführt. Jemand hat am Tag zuvor die Flaggen über der belarusischen Botschaft in Litauen ausgetauscht. Die offizielle rot-grüne Flagge verschwand und an ihrer Stelle tauchten die weiß-rot-weiße belarusische und die gelb-blaue ukrainische Flagge auf.

In den meisten zentralen Städten Europas, der USA, Kanadas und Japans demonstrierten zahlreiche Vertreter der belarusischen Diaspora unter einer weiß-rot-weißen Flagge gemeinsam gegen die russische Aggression, um ihre Solidarität mit dem ukrainischen Volk zum Ausdruck zu bringen und zu zeigen, dass die einfachen Belarus*innen nichts mit den Aktionen des Lukaschenko-Regimes zu tun haben. Die Belarus*innen beteiligen sich aktiv an wohltätigen Sammlungen für ukrainische Einwohner und bieten Flüchtlingen Unterkunft und Unterstützung an.

In Belarus selbst hat die Empörung über die Militäraktion zu den massivsten Protesten der letzten Zeit geführt. Mehr als 800 Menschen wurden brutal festgenommen.